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Die Zentrale- eine ungeahnte Herausforderung (Johanna, KSA '11)

Wieder mal ein Lebenszeichen von den KSA 2011! Wir sind noch nicht in Paragraphen erstickt und kamen vor Kurzem erholt aus drei Wochen Weihnachtsurlaub zurück. Bei unserer Rückkehr aus New York, Bayern, oder einfach "nur" Nordrhein-Westfalen erwartete uns eine Freude: unsere Versetzungserlasse ins Inlandspraktikum waren da! Schon Mitte Dezember wurden uns "unsere" Ausbildungsreferate verraten, doch jetzt hielten wir auch den offiziellen Erlass in den Händen. Nach den Zwischenprüfungen werden wir am 20. Februar endlich den ersten Praxisteil unserer Ausbildung beginnen und jeden Tag den weiten Weg von der Akademie am Tegeler See zur Zentrale des Auswärtigen Amtes in Berlin-Mitte bestreiten. Nicht zu vergessen, mit Berliner Nahverkehr. Aber das wäre eine Geschichte für sich...

Da war es vielleicht ganz gut, dass wir in der ersten Arbeitswoche dieses Jahres gleich einen dreitägigen IT-Kurs in der Zentrale hatten. So konnten wir den Herausforderungen schon mal ins Gesicht sehen. Mit Computerproblemen hatten die allerdings weit weniger zu tun, als man annehmen könnte. Viel mehr bereitete uns die Logistik so allerlei Grund zum Schämen oder Lachen, je nach Gemüt.

Die Zentrale ist ein riesiges Gebäude. Sie ist verwinkelter als ein Irrgarten, teilweise gibt es Zwischengeschosse, eingezeichnete Treppen entpuppen sich als Fluchtwege und einen Gang kann man wegen der fehlenden Zugangsberechtigung einfach nicht nutzen. Nicht selten wussten wir weder, wie wir an einen Ort gekommen waren, noch wie wir (je!) wieder zurück finden sollen. Das ganze hatte einen positiven Nebeneffekt. Wenn wir einmal die Pause überzogen hatten, konnten wir wenigstens eine gute Ausrede vorweisen...

Auswärtiges Amt: Besucherausweis © picture-alliance/ ZB

Ach, und dann sind da noch die Zugangskarten zum Gebäude! Jeder von uns hat so eine, man braucht sie, um ins Auswärtige Amt zu kommen, und auch zum Passieren einiger Türen im Gebäude. Das Prinzip ist einfach: die Karte an den Kartenleser halten und dann öffnet sich die Tür. Nachdem uns bei der ersten so verschlossenen Tür geholfen wurde, standen wir bald schon recht hilflos vor der nächsten: Das Halten der Zugangskarte gegen das vermeintliche Lesegerät bescherte keinerlei Erfolg. Wieso? Ganz leicht. Jemand öffnete uns die Tür von innen, zog die Augenbrauen hoch und sagte achselzuckend: "Also, eigentlich ist das ja der Lichtschalter…"
Uhh… wieso sehen diese ganzen leuchtenden Punkte sich denn so ähnlich?!

Nuuuun ja. Unsere Vorfreude lassen wir uns von solchen Kleinigkeiten allerdings nicht rauben. Bald fahren wir auf Lehrbesichtigungsfahrt nach Brüssel und Bonn. Falls wir uns dort nicht komplett verlaufen, gibt es dann sicher weitere Neuigkeiten. So wie ich uns kenne, wird die "Herausforderung Zentrale 2.0" nicht lange auf sich warten lassen…!

Stand 03.02.2012




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